All-inkl.com gegen Strato: Der Langzeittest

Seit 1998 bin ich durchgängiger Kunde bei Strato. Damals gab es zu dem Account noch ein Konto bei der Advance Bank dazu. Damals ging meine erste Website online. Seit der Zeit gibt es die Domain net-profi.de – wenn auch mit immer mal wieder wechselnden Inhalten.

Zwischenzeitlich gab es noch einen kleinen Exkurs mit einem Webshop bei 1und1, den man aber getrost als Katastrophe bezeichnen konnte. Die Beziehung zu Strato war in den fast 20 Jahren nicht immer ungetrübt. Hin uns wieder gab es ziemlich üble Phasen bei dem Hoster in Berlin. Nichts desto trotz blieb ich und gerade in den letzten Jahren war ich mit Strato praktisch immer zufrieden. Ja, es gab Verzögerungen beim Kundenservice, ja es gab mal einzelne Pakete, die nicht so schnell waren, aber im großen und ganzen war ich zufrieden.

Jedes mal, wenn man sich öffentlich als Strato Kunde outet, gibt es böse Kommentare. Aber im Grunde war es mir egal, ich war zufrieden. Nichts desto trotz sind mit der Zeit Zweifel gewachsen, ob man für sein Geld nicht mehr bekommen kann. Bei 5 Hostingpaketen und einen Managed Server, sollte man auch ab und an mal den Taschenrechner bemühen. Dazu kam der Wunsch letsencrypt einzusetzen, da Verschlüsselte Websites jetzt einfach Standard sind. Ein weiterer, für mich noch viel wichtigerer Grund, war die Übernahme von Strato durch United Internet / 1und1. Beides keine Gründe Strato panisch zu verlassen, aber beides Gründe sich langsam auf die Suche nach einem neuen Hoster zu machen.

Die ersten Tage bei all-inkl. zeigen einige Unterschiede

Um einigermaßen Fairness walten zu lassen, vergleiche ich nur zwei relativ einfache Accounts: Bei Strato geht es um das Paket Power Web Basic (EUR 7,00 / Monat, inkl. 2 Domain, 60GB Webspace. 25 Datenbacken, 20 GB flexibler Webspace), bei all-inkl. geht es um das Paket all-inkl.com Premium (EUR 9,95 / Monat, inkl. 10 Domains, 250 GB Webspace, 50 SQL Datenbanken, 1 GB E-Mail-Postfächer).

Jetzt ist seit ein paar Tagen ein all-inkl. Account da. Mutig habe ich den für ein ganzes Jahr gebucht und befinde mich im Umzug von den ersten paar Domains. Begeisterung macht sich bisher aber leider nicht breit. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt, die Performace konnte ich bisher noch nicht testen, aber es gibt doch bereits den ein oder anderen Punkt, der auffällt.

Unterschiede bei den Mails zwischen All-inkl. und Strato:

Das Thema war mir im Vorfeld nicht bewusst. Ich hatte selten bis nie Probleme mit der Postfachgröße. Das hat sich mit meinem Umzug zu all-inkl. leider geändert, bzw. würde sich wenn ich eine meiner Hauptdomains umziehen würde. Die Postfachgröße ist bei all-inkl. auf 1GB beschränkt. Für unser zentrales Postfach wäre das ein echtes Problem. Nicht mal 1 Jahr könnte ich die Mails auf dem Server lassen, bevor ich sie archivieren müsste. Bei Strato steht einem in dem kleinen Power Web Basic Paket ein flexibler,  20 GB großer Speicher zur Verfügung. Man kann sich also wahlweise 20 Postfächer zu je 1GB oder 4 Postfächer zu 5GB oder jeder beliebigen anderen Kombination einrichten. So haben wir ein 8GB zentrales Postfach und 2 Postfächer mit jeweils 2GB. Die restlichen 8GB bleiben für neue Spielereien.

Ein zweiter Vorteil bei Strato ist das einrichten der Mails. Es lässt sich bei Strato eine E-Mailasdresse einrichten und dabei bestimmen, ob diese für ein, mehrere oder alle Domains gelten soll. Sinn macht das zum Beispiel, wenn man mehrere Seiten betreibt und auf jeder Seite die Adresse kontakt@domain1.de, kontakt@domain2.de, kontakt@domain3.de haben möchte. Das landet dann alles in einem Postfach und kann zusammen verwaltet werden. Bei all-inkl.com gibt es diese Funktion nicht. Wenn man etwas ähnliches haben möchte, muss man einzelne Mailadressen einrichten und dann Weiterleitungen einsetzen. Geht, ist aber deutlich aufwendiger.

Was auf den ersten Blick bei all-inkl.com besser sein könnte, ist der Webmailer. Da ich üblicherweise keinen Webmailer benutze werde ich sehen, ob ich irgendwann Lust habe hier einen wirklichen Vergleich anzustellen.

Bei den Mails schlägt nach den bisherigen Einblicken aber Starto eindeutig all-inkl.

VPN-Laufwerk auf dem Hosting Paket

all-inkl.com bietet eine interessante Verbindung zu seinem Hostingpaket an. Diese kannte ich von Strato nicht. Im Kundenservicebereich von all-inkl.com lässt sich ein Ordner einstellen, den man als Laufwerk von seinem PC aus Mappen kann. Dazu gibt es ein kleines VPN Programm, damit die Verbindung zu dem Laufwerk sicher ist. Die Einrichtung funktioniert schnell und unkompliziert. Bei dem vergleichsweise großzügigen Platz auf dem Hostingpaket (250 GB) wäre auch genug Platz für das auslagern von Daten vorhanden. Strato bietet einen solchen Service nicht in seinen Webpaketen an. Wer einen solchen Service bei Strato nutzen möchte, muss zusätzlich einen HiDrive Vertrag abschließen. Der bietet dann zwar noch deutlich mehr (für wenig Geld), aber es ist eben schon wieder ein neuer Vertrag mit neuer Laufzeit und neuen kosten.
Wirklich ärgerlich bei der Einrichtung des Webordners bei all-inkl.com ist jedoch die miese Dokumentation. Dieser begegnet man an vielen Stellen, hier das Beispiel aus dem Netzlaufwerk:

Bitte beachten Sie, dass das Verzeichnis auch per http erreichbar ist, wenn Sie es nicht separat schützen!

Sehr auffällig, erscheint bei der Einrichtung dieser Warnhinweis. Was man als Nutzer mit dem Hinweis anfangen soll, bleibt einem selbst überlassen. Kein Link zu einer brauchbaren Hilfe, kein Knopf mit dem man den Zugriff aus dem Netz sperren kann. Da bleibt dann das ungute Gefühl seine Daten offen im Netz liegen zu haben. Bei Gelegenheit werde ich mich auf die Suche begeben und herausfinden, wie ich mein Verzeichnis schützen kann. Eine Idee habe ich, aber wieso fehlen da wichtige Informationen?

Hier kommen jetzt ein paar Stichworte, mit denen ich mich demnächst genauer auseinandersetzen werde. Bis werde ich erst mal ein wenig forschen.

Datenbankverwaltung all-inkl.com gegen Strato

FTP-Zugang all-inkl.com gegen Strato

 

 

 

Übersetzer auf Fiverr – der große Unsinn

Fiverr ist eigentlich ein tolle Idee. Das Portal soll Kunden und Anbieter von Dienstleistungen zusammenbringen. Es lassen sich Designer finden, es lassen sich Texter und Autoren finden, es lassen sich Übersetzer finden. Die Angebote auf Fiverr nennt man Gigs. In der Regel kostet ein solcher Gig $ 5,00. Dieses Geld kann man als Auftraggeber unter anderem per Kreditkarte oder PayPal bezahlen. Dazu kommen pro Transaktion nochmal einige Cent Transaktionsgebühren für die Zahlung. Weiterlesen